Unser Team beschäftigt sich mit den Aspekten Materialaufbewahrung und Mobilität im Rahmen des Studiengangs „Management by Design“. In der Empathie-Phase, welche am Anfang unseres Lösungsprozesses steht, versuchen wir, möglichst viele Einblicke von den Personen zu erhalten, für die wir ein Design gestalten. Durch unsere Professorin und unseren Professor konnten wir Probleme und im Weiteren auch Antworten finden, die sich rund um die Aufbewahrung und das Transportieren der Materialien für die Vorlesung drehen. Erste Inputs kamen von selbst, dann konnten wir durch kurze, spontane Interviews weitere Informationen sammeln.

Zwei große Fragen stellen sich uns:

  • Wie bewahren wir das Material auf, sodass es sich auch leicht an die gewünschten Orte bewegen lässt?
  • Wie und wo bringen wir die Prototypen anschließend unter?

Um uns einen tieferen Einblick in die Materie zu verschaffen, fragten wir, wie viele Materialien gebraucht werden, wie schwer sie insgesamt sind, welches Volumen sie haben und welche am häufigsten von den Studierenden verwendet werden. Aber auch Fragen, wo die Materialien derzeit gelagert sind, wie sie transportiert werden, warum es nicht schon einen kleinen Wagen gibt und was die größten Probleme sind, wurden beantwortet. Die Ergebnisse der zwei Interviews waren aufschlussreich und enthielten einige mögliche Lösungsansätze.

Es gibt eine große, vier kleine Taschen sowie mehrere Kartons, diese sind sperrig und schwer zu tragen. Laut unserem Professor ist der Gesamtumfang der Materialien in Boxen und Taschen 2×2 Meter groß. Derzeit werden die Materialien unter dem Tisch im Zimmer der Professoren und Professorinnen aufbewahrt. Es gibt einen kleinen Wagen, der verwendet werden kann, jedoch ist es fragwürdig, wem dieser gehört. Auch ein Materiallager besteht, das ist jedoch nicht für alle frei zu betreten. Mit Playdoo wird am liebsten gearbeitet, gleichzeitig ist es auch das teuerste Produkt. Stifte und post-it’s sind schnell aufgebraucht und müssen oft nachgekauft werden. Auch Scheren und Klebebänder sind beliebt. Hier gilt es zwischen Werkzeug und Verbrauchsmaterial zu unterscheiden. Ein großes Problem ist das Chaos, das entsteht, wenn die Materialien nicht wieder ordentlich sortiert und weggeräumt werden. Außerdem können manche von ihnen nicht wiederverwendet werden. Ein Lösungsansatz ist, die Diversität der Materialien zu verringern. Optimal wäre Ordnung, denn diese führt zu einem größeren Angebot und in Folge zu einem besseren Ergebnis der Prototypen. Für die Professorin persönlich ist es nicht angenehm, den Wagen zu schieben, es gibt ihr ein Gefühl von Stress und Unwohlsein. Im Gegensatz zum Professor, er hat damit kein Problem.

In der D-School gibt es zum Beispiel einen fixierten Ort, so wie unser Materiallager, bei dem jedoch die Studierenden freien Zutritt haben und die benötigten Utensilien für die Prototypen einfach selbst holen. Dort wird alles in beschrifteten Schütten gelagert. Die Studierenden halten sich an die Regeln und räumen die Materialien wieder an den richtigen Ort zurück. Ein Gegenargument ist hier die Serendipität. Denn in einem großen Fach ohne viel Ordnung ist die Wahrscheinlichkeit höher, etwas zu finden, das man vorher gar nicht gesucht hat. Dadurch können kreative und vorher nicht bedachte Lösungen entstehen.

Die Wünsche unserer Lehrenden in Hinblick auf den Transport von den Materialien sind, dass sie nicht zu Schieben sind und, dass sie einfach am richtigen Ort auftauchen – „Magic Appearance“. Vorgaben sind außerdem, dass das zukünftige Design durch die Türen und in den Lift passen muss. Wünsche von uns Studierenden an die Ausweitung der Utensilien sind: Steckschaum, Stoffe, Mechanische Bauteile, Technik, Kleber, Doppelseitiges Klebeband, Metalle, Rasberry Pi, NXT Mindstorms und Kreidestifte.

Wir erhielten außerdem Denkanstöße wie zum Beispiel die Einrichtung einer „Anregungs-Ecke“, bei welcher Materialien geteilt werden können. Wenn ein Student seine Kartonreste nicht mehr braucht, kann er sie an diesen Ort bringen und sich etwas anderes mitnehmen. Eine Studentin findet dann eventuell seine abgelegten Kartonreste und kann sie für ihren Prototypen mitnehmen. Auch ein Umdenken wäre möglich indem man sich fragt, wie man den Raum und nicht das Material bewegt.

Schon während der Empathie-Phase sprühte unser Team vor Ideen, wie sich unsere zwei Hauptfragen lösen lassen.

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